Rauchmelder retten leben!
Jährlich sterben rund 300 Menschen in Deutschland bei Bränden. Vor allem nachts werden Brände in Privathaushalten zur tödlichen Gefahr, denn im Tiefschlaf riecht der Mensch nichts – und schon drei Atemzüge des hochgiftigen Rauchs können tödlich sein. Umso wichtiger, auf die kleinen Lebensretter aufmerksam zu machen! Das geschieht jährlich am bundesweiten Rauchmeldertag, der dieses Jahr am Freitag, den 13. Februar sowie am Freitag, den 13. März stattfindet.
Rauchmelder retten in Deutschland durchschnittlich 4,1 Menschen pro Tag vor gesundheitlichen Schäden oder sogar dem Tod, wie eine Auswertung der Initiative „Rauchmelder retten Leben“ von Dezember 2019 bis Februar 2020 ergab. Freitag der 13. kann zu Ihrem Glückstag werden. Der Rauchmeldertag ist ein guter Anlass, um Ihre Rauchmelder zu überprüfen und sich mit dem Thema Rauchmelder zu befassen.
Hierfür genügt ein Drücken auf die Prüftaste– ertönt ein Prüfton, ist der Rauchmelder in Ordnung. Hören Sie keinen Prüfton, tauschen Sie entweder die Batterie aus (nur bei Rauchmeldern mit nicht fest eingebauter Batterie) oder tauschen Sie den Rauchmelder aus bzw. kontaktieren Sie die Hausverwaltung bzw. Ihren Vermieter und lassen Sie den Rauchwarnmelder austauschen.
„Klein, aber oho“: Die Lebensretter im Haushalt
Solange sie nicht Alarm schlagen, geraten sie im Alltag in Vergessenheit. Dabei rettet ein funktionierender Rauchmelder an der Decke im Ernstfall Leben – und verschafft kostbare Zeit, um sich in Sicherheit bringen zu können. Der laute Alarm des Rauchmelders warnt auch im Schlaf rechtzeitig vor der Brandgefahr und gibt den nötigen zeitlichen Vorsprung, sich in Sicherheit zu bringen und die Feuerwehr zu alarmieren.
Tödlich ist bei einem Brand in der Regel nicht das Feuer, sondern der Brandrauch. Bereits eine Lungenfüllung mit Brandrauch kann irreversible körperliche Schäden verursachen. Ursache für Brände im Gegensatz zur landläufigen Meinung nicht nur Fahrlässigkeit: Sehr oft lösen auch technische Defekte Brände aus.
In Baden-Württemberg gilt nach der Landesbauordnung seit Juli 2013 für Neubauten und seit Ende 2014 für alle bestehenden Bauten die Rauchwarnmelderpflicht. Die Rauchmelder müssen in Schlafräumen (auch Gäste- und Kinderzimmer) sowie in Fluren und Gängen, die als Rettungswege zu diesen Schlafräumen dienen, angebracht werden. Diese Vorgaben gelten sowohl für Wohnungen als auch für bestimmte andere Gebäude, in denen Menschen schlafen können, wie das Innenministerium Baden-Württemberg beschreibt. Es wird empfohlen, Rauchwarnmelder zum Beispiel auch im Wohnzimmer zu platzieren.
Ein Brandfall kommt unerwartet – Vorbereitung rettet Leben
Die wenigsten Menschen haben einen Plan, wie sie bei einem überraschenden Brand in der Wohnung richtig reagieren sollen. Vor allem nachts, wenn man durch den Alarm des Rauchmelders aus dem Schlaf gerissen wird, gilt es schnell zu reagieren.
In der Regel hat man nach Auslösen des Rauchmelders nämlich nur 120 Sekunden Zeit, sich in Sicherheit zu bringen. Hinzu kommt, dass ein Brandfall ein höchst erschreckendes Erlebnis und von den Betroffenen mangels Erfahrung auch nicht einzuschätzen ist. Daher wird von der Feuerwehr dringend empfohlen, sich vorher mit der ganzen Familie darüber Gedanken zu machen.
Was tun, wenn’s brennt? Das richtige Verhalten im Brandfall
Im Animationsclip des Landesfeuerwehrverbandes Baden-Württemberg erklären der Feuerwehr-Löwe Badele und sein Freund der kleine Elefant Württele, wie man sich bei einem Brand richtig verhält und was genau zu tun ist. Diesen Animationsclip findet man auf dem Youtube-Kanal des Landesfeuerwehrverbandes Baden-Württemberg unter https://www.youtube.com/@LFVBW .
Weitere begleitende Unterlagen zum Clip sind auf der Internetseite des Landesfeuerwehrverbandes Baden-Württemberg unter https://www.fwvbw.de/materialien-zur-brandschutzerziehung-und-aufklaerung,304.html verfügbar.